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Google Nexus - vom Ausverkauf zum Sellout

Der Verkaufstart der neuen Google Nexus Geräte (Nexus 4 Smartphone und Nexus 10 Tablet) war nicht nur ein voller Erfolg, der viele Fans vor leeren “virtuellen” Regalen stehen lies

 
 
Google Nexus Family
Google Nexus Family
PRLog - Nov. 18, 2012 - MUNICH, Germany -- Es war einmal ein kleiner grüner Wicht, der ziemlich niedlich, aber auch ganz schön hässlich war. Er fristete ein Schattendasein im Reich medialer Großereignisse, immer stahl man ihm die Show, obwohl er so Einiges zu bieten hatte. Es war, wie bei Schwestern, von denen die eine als strahlende Prinzessin galt, während die andere als hässliches Entlein durchging. Weil sich “hässliches Entlein” ganz schön gemein anhört, und wie wir wissen, gar nicht der Wahrheit entsprach, nannte Google den grünen Wicht Android anstatt “hässliches Entlein”. Das “hässliche Entlein” konnte, und das ist das Wunder in dieser wundersamen Geschichte, im Laufe der Jahre ganz schön viele Verehrer für sich gewinnen. Diese Verehrer verteidigten sie bis aufs Blut, priesen ihre zahlreichen Vorzüge, ihre wahre Schönheit und ihren scharfen Intellekt. Insgeheim waren sie heilfroh, dass sie das hässliche Entlein nicht mit den ganzen Nebenbuhlern, mit den ganzen Muskelprotzen aus dem Football-Team teilen mussten.

Es kam wie es kommen musste: die eine, die immer im Mittelpunkt stand, kam so langsam in die Jahre. Man hatte sich an ihrer Schönheit satt gesehen, fast jeder hatte sie bereits ausgeführt, und wer mit ihr länger als eine Nacht verbrachte, musste früher oder später vor allem eines feststellen: unter der hübschen Oberfläche verbarg sich eine zickige Diva, die ganz schön viele Forderungen und Verbote aufstellte (ich könnte jetzt an dieser Stelle schreiben, dass Alles bei ihr extra kostete, aber das würde diese Geschichte zu sehr in eine falsche Richtung kippen lassen).

Das Entlein dagegen mutierte zusehends zum stylischen Androiden, dass sich von Mal zu Mal immer mehr der Perfektion näherte: erlaubte es sich früher mitunter mit dem Charme einer spröden Schönheit hausieren zu gehen, so rief es später immer öfter: “Seht her! Aus mir ist auch etwas geworden!”

Es fing an, Begehrlichkeiten zu wecken, und zumal es lange Zeit unbemerkt von der Aufmerksamkeit der Heerscharen Zeit hatte zu reifen, fing es an ernsthaft in Konkurrenz zu seiner hübscheren Schwester zu treten. Ein Duell war geboren!

Wir verlassen nur zu ungern die metaphorische Ebene, aber es gibt Dinge, die der spröden Prosa bedürfen, so etwa die jetzige Situation. Es geht um den Kampf Google gegen Apple, iPhone gegen Nexus, nicht mehr, wie ehedem um den romantisierten Kampf David gegen Goliath. Je mehr sich die Kontrahenten auf Augenhöhe begegnen, desto ähnlicher werden die Mittel, mit denen sie sich in Aktion setzen. Es ist längst nicht entschieden, in welche Richtung sich das Kräfteverhältnis in dieser bipolaren Welt verschieben wird.

Sattsam bekannt sind die langen Schlangen vor den (wenigen) AppleStores, wenn die Design-Ikone aus Cupertino ein neues Gerät lanciert. Das mediale Echo verhält sich dabei stets umgekehrt proportional zu den sich bildenden Schlangen: Egal wie viel Käufer sich in die Verkaufschlangen einreihen, die Berichterstattung  ist von Mal zu Mal größer. Selbst wenn sich wie beim jüngst vorgestellten iPad mini die Begeisterung der Käufer in Grenzen hält, eine Schlagzeile, einen Bericht im besten (Vor-)Abendprogramm ist das allemal wert. Es gehört zu den traurigen Tatsachen unserer Zeit, dass wir einem Tablet oder Smartphone mitunter mehr Aufmerksamkeit widmen, als all den Problemen dieser Welt. Wahrscheinlich besteht zwischen beiden Dingen auch ein gewisser Zusammenhang- mit Sicherheit besteht zwischen beiden Dingen ein mehr oder minder kausaler Zusammenhang, den wir an dieser Stelle jedoch nicht vertiefen wollen.

Nun gut, Google kann nicht mit schicken Verkaufsräumen dienen, es ist noch allzusehr in der virtuellen Internetwelt verhaftet, kann aber mit einer neuen Strategie Begehrlichkeiten wecken und ein mediales Echo entfachen: (künstliche) Verknappung! Letzten Dienstag waren seine neuen Geräte aus der vergrößerten Google Nexus-Produktfamilie binnen weniger Minuten ausverkauft. Statt präziser Ansagen, einer Möglichkeit Vorbestellungen einzugeben und so den Verkaufsstart in geordnete Bahnen lenken zu können, hielt man sich vage und unverbindlich. Start sei am Dienstag, Uhrzeit mehr oder minder unbekannt. Gut für Google wie sich im Nachhinein herausstellte, denn so zwang man Interessierte in den Zustand einer gebannten Spannung: werde ich zu den wenigen Glücklichen gehören, die mit einem Gerät im Warenkorb den Bestellprozess abschließen?

Man hätte mit Sicherheit das Ganze anders organisieren können, etwa mit Hilfe von Vorbestellungen wie bei der Einführung der neuen Kindle-Modelle seitens Amazons. Es steht im Grunde außer Frage, dass ein Unternehmen wie Google logistisch dazu in der Lage ist. Es gibt kein anderes Unternehmen, dass den tätsächlichen Bedarf so genau antizipieren kann wie das Unternehmen aus Mountain View. Letztlich machen sie ja nichts Anderes, als Trends im Internet aufzuspüren und in Form von Suchergebnissen zu präsentieren. Keiner soll gemerkt haben, wie hoch das Interesse am Google Nexus 4 und am Nexus 10 tatsächlich ist? So viel Provinzialismus traue ich Google nicht zu. Es ist eher denkbar, dass Google diese künstliche Verknappung bewusst in Kauf genommen hat, um einen Hype zu generieren. Fehlte dieser in den arrivierten Medien (Presse, Fernsehen), so kann man auf diese Weise wenigstens einen kleineren auf ureigenem Terrain, im Internet, entgegenhalten. Verdient haben es die Gerät auf jeden Fall: sie sind auf dem neusten Stand der Technik, verfügen über ein modernes, flexibles und mächtiges Betriebssystem in Form von Android 4.2 und darüber hinaus sind sie konkurrenzlos günstig: so viel Technik für relativ wenig Geld kann kein anderer Android-Hersteller bieten, von Apple mit seinen hochpreisigen Geräten (und daran ändert letztendlich auch das iPad mini nur wenig) gar nicht erst zu reden.

Es gibt einige Dinge, die einen faden Beigeschmack haben, ein “G’schmäckle” wie man so schön im Schwabenland sagt. Das hat sehr wenig damit zu tun, ob ich ein Nexus 4 ergattern konnte oder nicht. Es hat vielmehr zum einen mit dem Gefühl zu tun, dass mich beschleicht, dass das Ganze auch ganz anders hätte ablaufen können. Zum anderen, dass das liebgewonnene Spielzeug, das hässliche Entlein, der sympathische und unschuldige Außerirdische, nun endgültig auf der Erde angekommen ist und den Regeln eines Massenphänomens unterliegt. Android war immer ein bisschen anders, selbst wenn es eigentlich schon länger das am meisten verbreitete Betriebssystem auf Smartphones und Tablets darstellte, man fühlte sich mit Android immer noch ein wenig wie in einer kleinen, verschworenen Gemeinschaft, die bestimmten Mechanismen und Konventionen trotzte. Ironie des Schicksals, dass man als User wahrscheinlich genau so viel zum jetzigen Zustand  beigetragen hat, wie Google selbst. Es ist schade und konterkariert zudem Googles löbliche Preispolitik, wenn man das Nexus 4 plötzlich für 799 € bei einigen Anbietern auf eBay wieder findet.

Vielleicht wird man so zunächst einmal vom wachsenden Hype profitieren können, das unsichtbare, unerschütterliche  Band zwischen Android und den Liebhabern der ersten Stunde dürfte damit einen ersten, kaum umkehrbaren Riss bekommen haben. Die Weichen sind gestellt.

Photo:
http://www.prlog.org/12025769/1

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Source:www.mrmad.net
City/Town:Munich - Bavaria - Germany
Industry:Multimedia, Technology
Tags:NEXUS 4, android smartphones, google vs apple
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